Jungfreisinnige zur Klimabewegung

Seit der wachsenden Bekanntheit von Greta Thunberg werden auch im Thurgau immer wieder Klimademonstrationen abgehalten. Die Jungfreisinnigen Thurgau finden es begrüssenswert, dass sich die Jugendlichen für ihre Zukunft interessieren und etwas bewegen möchten.

Kreuzlinger Nachrichten - Für die Jungpartei ist es jedoch ein Anliegen, ihre Positionen zum Klimawandel  und den Demonstarationen darzulegen. Die Forderungen und Parolen können sie als liberale, freisinnige Partei nicht mittragen und möchsten alternative Lösungen aufzeigen, wie in der Schweiz und im Thurgau mit dem Klimawandel umgegangen werden kann. Ziel ist es, die Anliegen der Demonstranten ernst zu nehmen, aber ihre Forderungen kritisch zu hinterfragen. Insbesondere den Aufruf nach einem Systemwandel lehnen die Jungfreisinnigen ab.

Mehr Pragmatismus, weniger Populismus

Die Diskussion rund um den Klimawandel ist zurzeit populistisch und die Forderungen sind radikal. Immer wieder wird vom Versagen der Politiker gesprochen, dass die Schweiz aber nur gerade eine Promille des weltweiten CO2-Ausstosses verursacht und teure Reduktionen im Inland somit nichts Weiteres als ein Tropfen auf den heissen Stein wären, wird nicht erwähnt. Auch die Errungenschaften des marktwirtschaftlichen Systems werden verkannt und die Problematiken von alternativen Wirtschaftssystemen verschwiegen. Die Jungfreisinnigen fordern daher mehr Pragmatismus in der Klimadebatte, die Forderung von umsetzbaren Lösungen und den Eintritt in einen sachlichen Dialog seitens der Demonstrierenden. Damit einhergehend auch weniger Populismus und Alarmismus zu Gunsten einer neutralen Aufklärungsdebatte über die Klimathematik.

Mehr Innovation, weniger Verbote und Regulierungen

Was neue Technologien und Innovationen betrifft, ist die Schweiz global eine Vorreiterin. Genau diese Vorreiterrolle soll sie auch einnehmen, wenn es um den Klimawandel geht. Wir lehnen überstürzte Verbote und Regulierungen ab und wollen durch gute Rahmenbedingungen den Forschungs- und Entwicklungsstandort Schweiz weiterhin stärken. Mit der Energiestrategie 2050 und der neuen Energiegesetzgebung wurden die CO2-Vorschriften bereits genügend verschärft. Zudem enthält das neue Gesetz auch Mittel zur Förderung von erneuerbaren Energien. Es entspricht nicht dem liberalen Gedankengut, den Menschen vorzuschreiben, wie sie zu leben haben. Jeder soll das konsumieren und essen können, was er will. Es sei aber begrüssenswert, wenn die Gesellschaft hinsichtlich Themen wie Lebensmittelverschwendung, Recycling oder Energiesparen sensibilisiert wird. Schlussendlich liegt es am einzelnen Menschen, ob und was er an seiner Lebensweise ändern möchte. Eine Bevormundung darf nicht geschehen, denn die Lebensweisen, Berufe, Wohnsituationen sind zu unterschiedlich, um von der Politik eine allgemeingültige Lösung zu bekommen.

Ramon Weber

Vizepräsident Jungfreisinnige Thurgau

Pupikoferstrasse 27

9546 Tuttwil

ramon.weber@jftg.ch

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